Diese unbewusste Speicherung auf Körperebene führt dazu, dass es zu widersprüchlichen Wahrnehmungen von Körper und Geist kommt. Eine Situation, die vom Verstand her keine Gefahr aufweist, kann Notfallsignale für den Körper beinhalten. Das können Gerüche, Geräusche, Worte, Temperatur, Stimmungen uvm. sein. In solchen Triggersituationen reagieren wir mit Körpersensationen wie Zittern, Erstarren, Atemnot, Herzklopfen usw. und unangenehmen Emotionen wie Angst, Wut, Hemmungen, Trauer, Panik, Verzweiflung.
Jeder kennt solche nicht erklärbaren Reaktionen und fühlt sich dadurch ausgeliefert und ohnmächtig, hilflos.
Mit normaler Verhaltens- und Gesprächstherapie ist der Erfolg nur gering oder nicht nachhaltig. In Stresssituationen sind die erreichten Ziele oft hinfällig.
In diesem Fall ist ein „Verlinken“ von Verstand und Körper nur über die Zellerinnerungen möglich und nachhaltig. Deshalb greifen wir in unseren Seminaren auch auf TraumaKörperTherapie zurück. Sie sorgt für eine Lösung der Traumaaspekte im Nervensystem und eine Verkoppelung mit dem Gehirn.
Wenn wir unsere Zeit im Mutterleib oder unter der Geburt neu und heilsam gestalten, kann sich das Nervensystem beruhigen. Das Gehirn findet durch die neuen Aspekte effektivere Verhaltensstrategien, die zu mehr Selbstbewusstsein und positiver Selbstwahrnehmung führen.

Wir möchten hier ein anschauliches Beispiel anführen:
Ein Ungeborenes, das unter der Geburt eine Nabelschnurumschlingung um den Hals hat, empfindet bei jeder Wehe Todesangst durch das Zuziehen beim nach vorn gedrückt werden. Zum Teil führt es sogar zur Bewusstlosigkeit. Vielleicht ist es sogar so schlimm dass das Kind aus Panik seinen ersten Stuhlgang ins Fruchtwasser abgibt (was zu einer erbsbreiigen Färbung führt).
Mit so einer schrecklichen Erfahrung wird das Kind auch als Erwachsener in Situationen, wo es gilt, ein Ziel zu erreichen, immer durch unangenehme Köperreaktionen und Emotionen zurückscheuen. Sein Verstand wird versuchen, dieses Problem durch Strategien oder Vermeidungen von bestimmten Situationen zu lösen. Dies gelingt sogar zum Teil. Aber der Preis ist immens hoch. Denn die Emotionen und unerwünschten Reaktionen müssen massiv gedeckelt und in Schach gehalten werden. Dies geht meistens mit Beeinträchtigung des Immunsystems und der Psyche einher. Irgendwann führt diese Kompensation zum Zusammenbruch. Mögliche Folgen können Burnout, schwerwiegende körperliche oder psychische Erkrankungen u.a. sein.

Wenn das Gehirn jedoch durch neue Informationen neue Potentiale zur Bewältigung angeboten bekommt, kommt es zu einer Leichtigkeit und Entspannung. Ziele zu erreichen fühlt sich plötzlich als eine belebende Herausforderung an, die nach dem Erfolg auch das eigene Selbstwertgefühl steigert.
Vielfach sind unsere Seminarteilnehmer erstaunt, was in ihnen steckt. Sie fühlen eine große Befreiung und gehen mit Freude an neue Aufgaben heran.

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Petra Becker und Britta Steinbach