Kaiserschnitt sollte eine segensreiche Notfallmaßnahme sein – Kein Wunschprogramm

alex hockett 366365 KaiserschnittDie Bedürfnisse von Schwangeren nach Sicherheit für sich und ihr Kind sind irgendwann für eine Marketingstrategie in der Geburtshilfe ausgenutzt worden – das Angebot des Wunschkaiserschnittes.
Zu Beginn der Wunschkaiserschnitt-Ära haben wir – Hebammen und Kinderkrankenschwestern - auf der Entbindungsstation mit sehr viel Unwillen auf die Schwangeren, die dieses Servicepaket nutzten, reagiert.
Denn wir wussten um die fatalen Folgen nach dem Kaiserschnitt – schreiende Kinder, Stillschwierigkeiten, wundschmerzgeplagte, übernächtigte Wöchnerinnen. Von den unerkannten körperlichen und psychischen Spätfolgen ganz zu schweigen.
Irgendwann habe ich die Frauen befragt, warum sie sich zu diesem Eingriff entschlossen hatten.

Ich kann mein Baby nicht lieben - Die Folgen eines Entbindungstraumas

sean roy 202825 MutterBabyStressKLEINLeider keine Seltenheit: Mütter, die ein traumatisches Entbindungserlebnis hatten, trauen sich nicht darüber zu sprechen, dass sie ihr Baby nicht so lieben können, wie es eine Mutter doch sollte.
Sie spüren, dass etwas nicht stimmt und geben sich selbst die Schuld, empfinden tiefe Scham. Sie können mit niemanden darüber reden, weil das Umfeld die Dringlichkeit meist nicht versteht oder damit überfordert ist.
So kommt es zum Schweigen, das immer mehr belastet und Konflikte in der Mutter-Kind-Beziehung fördern. Der Teufelskreis nimmt seinen Lauf.
Doch dabei ist es nicht die fehlende Fähigkeit zur Mutterliebe. Vielmehr hat sich das gemeinsame Geburtserlebnis als Trigger eingeschlichen.

Schwangerschaft - eine Chance zur Selbstheilung?

kewei hu 312339 SchwangereKLEINIn der Schwangerschaft kommen durch unsere besondere Hormonlage häufig die unbewussten Erlebnisse an die Oberfläche, die wir noch nicht verarbeitet haben. Der Körper erinnert sich und zeigt dies durch besondere Sensibilität und Emotionalität bei bestimmten Themen. Emotionen wie Wut, Traurigkeit, Verletzheit u.v.m. tauchen auf, die wir gar nicht so richtig zuordnen oder verstehen können.
Ignorieren wir sie, verschwinden sie nicht einfach, sondern verschieben sich auf einen späteren Zeitpunkt, wie z. B. unter der Geburt oder in die Wochen danach.
Deshalb ist es sehr sinnvoll, sich den Themen zu stellen. Sie als Geschenk anzunehmen. Denn wenn wir uns ihnen öffnen, wirkt das wie eine Reinigung unserer Seele.

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