Ist das Drücken auf den Bauch (Kristellern) während der Geburt wirklich so harmlos?

Kristellern FB kleinDie Nabelschnur ist für das Baby im Bauch sein erstes Spielzeug, an dem es saugt und die es zusammendrückt. Manchmal wickelt es sich bei seinen Turneinheiten auch in die Nabelschnur ein.
Gesicherte Statistiken über die Häufigkeit einer sogenannten Nabelschnurumschlingung gibt es nicht, man geht von ungefähr einem Drittel aus.
Nicht jede Nabelschnurumschlingung ist auch gleichzeitig ein Risikofaktor. Dabei müssen Länge und Dicke/Durchblutung mit berücksichtigt werden.
Instinktiv „wissen“ Babys unter der Geburt, wie sie sich verhalten müssen, dass der Druck der Schlinge nicht zu beunruhigend wird. Sie tasten sich langsam in IHREM Tempo im Geburtskanal voran. Doch welche Geburt verläuft in dem Tempo von Mutter und Kind?

Stell Dir doch bitte folgendes Szenario vor:
Das Kind hat die Nabelschnur um den Hals und wird von der wehenden Gebärmutter Richtung Beckenausgang geschoben. Es bemerkt, dass ihm in diesen Intervallen schwindelig wird, weil sich die Blutzufuhr zum Gehirn verringert. Noch kann es diese durch seine eigene Mithilfe kompensieren.
Die verringerte Blutzufuhr ist im CTG (=Wehenschreiber) durch Absinken der kindlichen Herztöne sichtbar.
Wenn das Geburtspersonal die Geburt beschleunigen will, wird sie die oben aufgeführten Möglichkeiten in Betracht ziehen und gegebenenfalls vollziehen.
Wird jedoch ein Baby von hinten mit Kraft stärker in diese bedrohliche Situation geschoben, werden sich auch seine Symptome verstärken. Außerdem kann es gegen diesen zusätzlichen Anschub nichts entgegensetzen. Es ist ihm vollkommen macht- und hilflos ausgeliefert.
Was wir dieses Baby aus diesem beängstigenden und einschneidenden Erlebnis als Glaubenssätze erschaffen? Was wird sein Nervensystem speichern?
Ich darf nichts in meinem eigenen Tempo tun. Ich bin zu langsam für die anderen. (Stress, wenn Aufgaben unter einem Zeitlimit erledigt werden muss)
Ich kann es nicht alleine
Das ist mir alles zu viel (bei Anforderungen, die objektiv eigentlich machbar sind)
Hilfe ist für mich gefährlich.
Ich ziehe mich lieber so lange zurück, bis ich es geschafft habe und es fertig präsentieren kann.
Symptome können sein: Atemlosigkeit, Kreislaufprobleme, Schwindel bei Herausforderungen oder unbekannten fordernden Situationen.
Angst, Hilfe anzunehmen. Gereiztheit bei Enge. Neigung zur schnellen Erschöpfung. Das Gefühl mit den Reserven haushalten zu müssen.
Weitere Symptome und Geburtsauswirkungen findest Du HIER

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