Was haben denn Probleme beim Autofahren mit einem Geburtstrauma zu tun?

Fährst Du lieber selbst? Und wenn nein, wie bist Du als Beifahrer?
Ist das Sitzen im fahrenden Auto für Dich Stress? Zum Beispiel auf Autobahnen oder beim Überholen in Autobahnbaustellen? Fühlst Du Dich bedrängt, wenn jemand schnell von hinten angebraust kommt oder dicht auffährt? Oder macht es Dich rasend, wenn der Autofahrer vor Dir fast einschläft und Dich nicht überholen lässt? Oder wird Fahren durch Tunnel zum Horrortrip?
All dies KANN auf ein Geburtstrauma hinweisen.

Der Pädagoge, Forscher und Autor Luc Nicon hat dies bei Studien herausgefunden. Und zum Glück auch gleichzeitig eine Selbsthilfemethode entwickelt, um all diese Symptome ganzheitlich zu lösen.
• Wenn Du Dich bei der Geburt durch einen zu engen Geburtskanal durchzwängen musstest oder durch eine Geburts-Zange herausgezogen wurdest, kann dies zu Stress in engen Straßen, Autobahnbaustellen, Parkhäusern oder Tunneln führen.
Auch das Einparken kann durchaus zu Stresssyymptomen führen. Zeitdruck kann hierbei zum weiteren Verstärker werden.
• Ein bedrohlicher Geburtsstillstand kann zu Stress in Situationen führen, wo es wichtig ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder pünktlich anzukommen.
Auch Staus sind dann auch ohne Zeitdruck unerträglich.
• Kristellern ist eine Hilfsmaßnahme unter der Geburt, bei der ein oder 2 Geburtshelfer auf den Bauch der Mutter drücken, um das Kind aus dem Geburtsstillstand zu schieben. Nicht immer läuft dies sanft ab. Oft erzählen Mütter, dass ihr Bauch danach voller blauer Flecken war oder sogar eine Rippe gebrochen wurde. Wir können uns nur ansatzweise vorstellen, wie es dem Baby innen im Bauch erging.
Wenn Du so etwas als Kind erlebt hast, kann es sein, dass Du
• Dich beim Autofahren schnell bedrängt fühlst, Dich als zu langsam empfindest
• nur überholst, wenn die Lücke reichlich groß ist
• im täglichen Leben folgenden Herausforderungen ausgesetzt fühlst
o Schwierigkeiten hast, Hilfe anzunehmen. Hilfe ist hier Fluch und Segen gleichzeitig. Glaubenssätze können sein: ich schaffe es nicht allein. Man lässt mir nie genügend Zeit. Ich muss immer hetzen. Ich bin zu langsam. Ich darf nicht in meinem Tempo agieren. Hilfe ist gefährlich. Ich mach es lieber allein, sonst wird es schlecht usw.
o Dich ständig als zu langsam für andere empfindest
o Dich als unfähig erfährst, obwohl Dir andere das Gegenteil bestätigen
o Dich oft wie zwischen 2 Stühlen fühlst. Auf der einen Seite brauchst Du Zeit für eine Tätigkeit oder eine Person und auf der anderen Seite wartet jemand auf Dich.

Ein Blasensprung (auch wenn er vom Geburtshelfer ausgelöst wird) kann Probleme mit Geschwindigkeiten oder Bergabfahren auslösen.
• Eine sehr lange und schwierige Geburt kann zu Stress führen, wenn alles zu langsam oder Stau ist.
• Einmischungen von außen wie oben schon aufgeführt können zu Stress führen, wenn die eigenen Handlungen immer wieder durch äußere Faktoren verzögert, unterbrochen werden oder zur überfordernden Beschleunigung gedrängt werden.

Sicher kannst Du Dir vorstellen, dass diese Symptome sehr individuell sind und von vielen weiteren Faktoren unter der Geburt abhängig sind. Ist die Mutter unter ihrer Entbindung entspannt und fühlt sich sicher und gut betreut, ist der Stress für das Baby geringer, als wenn auch die Mutter ängstlich, überfordert, hilflos, ohnmächtig ist. Im letzteren Fall wird der Stressfaktor für das Kind immens steigen, da es keinen sicheren Anker wahrnehmen kann, sogar vielleicht die innere Verbindung zur Mutter verliert. Die werdende Mutter kann ihrem Baby hier keine Ruhe und Sicherheit vermitteln, da sie mit den äußeren Gegebenheiten überschwemmt ist.
Das Körpersystem hat all diese Geburtsereignisse in den Zellen gespeichert. Äußere Faktoren wie oben aufgeführt wirken als Trigger und der Körper wird in das ehemalige Erlebnis zurückgeworfen und zeigt alle Symptome wie Erstarrung, Zittern, Anspannung, Übelkeit, Verlust von Körperempfindungen, Wut, Verzweiflung, Panik und vieles mehr.

Der Verstand ist bei der Lösung keine Unterstützung, da er die gespeicherten Daten aus dem Körpergedächtnis nicht kennt. Er war zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht genügend speicherfähig, um auf die für eine effektive Strategie in der gegenwärtigen Situation erforderlichen Daten zurückgreifen zu können.
Hier hilft eine körperpsychotherapeutische Therapie wie Somatic Experiencing.

Zusätzlich hat der Pädagoge Luc Nicon eine Selbsthilfemethode gefunden, die schnell erlernbar und jederzeit selbständig umsetzbar ist – T.I.P.I.
Wenn Du mehr über T.I.P.I. erfahren möchtest oder es selbst erlernen möchtest, findest Du HIER  weitere Infos.

Die Liste der aufgeführten Symptome lässt sich noch deutlich verlängern, doch lassen sie sich nicht immer direkt dem jeweiligen Geburtstrauma zuordnen. Oft können wir bei der köperpsychotherapeutischen Behandlung geburtliche Bewegungen wahrnehmen. Der Körper darf nun endlich die Bewegung, die damals hilfreich oder lösend gewesen wäre, aber unterdrückt wurde, zu Ende führen. Und dies löscht dann die Trigger.
Aus eigener Erfahrung können wir die unfassbare Befreiung nach einer Behandlung kaum beschreiben. Plötzlich werden Handlungen möglich, die man sich vorher nicht erträumen ließen. Patienten reagieren verblüfft und könne kaum glauben, dass jetzt der Stress vorbei sein soll.
Vermeidungsstrategien sind ab sofort nicht mehr nötig. Die dazu benötigte Energie steht nun für sinnvollere Dinge zur freien Verfügung.

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