Bettina Potrait gut garten 4.16Ramoda Bali 2014 AusschnittIIDas prä- und perinatale Trauma des Zwillingsverlustes – Auswirkungen im Leben des Erwachsenen. Was heilt?

Seit 20 Jahren arbeiten Bettina und Alfred Ramoda Austermann mit Menschen, die einen Zwilling verloren haben. Die meisten von ihnen haben diesen Zwillingsverlust schon während die Mutter mit ihnen schwanger war verloren. Einige der Betroffenen haben den Zwilling um die Geburt herum verloren. Die Auswirkungen auf ihr Leben sind recht ähnlich, die Dramatik des Verlustes ist unterschiedlich stark. Wenn der Zwilling stirbt, gerät der Überlebende in der Gebärmutter in eine traumatische Situation, aus der es kein Entrinnen gibt. Es kann nicht verstehen, was passiert:

  • -        die Interaktion, der Kontakt zu dem Anderen endet oft abrupt
  • -        das lebendige Sein des Anderen ist weg, in der Nähe des werdenden Kindes ist etwas Totes, manchmal auch über Wochen und Monate
  • -        oft verändert sich das Fruchtwasser, wird unangenehm, „faulig“
  • -        in Einzelfällen hat die Mutter eine Abtreibung vornehmen lassen und es hat nur einen Embryo/Föten „erwischt“ – in der Gebärmutter ist es gefährlich, die Mutter ist gefährlich,
  • -        der Überlebende ist im Schockzustand
  • -        u.a….

Die beiden Therapeuten erläutern, welche Konsequenzen diese Erfahrungen für das Leben des Erwachsenen hat.

Sie zeigen Möglichkeiten der therapeutischen Begleitung von Menschen, die einen Zwilling verloren haben. Es geht ihnen vor allem, um das Trauma des Kindes im Uterus, dass sich allein über Gespräche nicht auflösen lässt.

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